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Interview mit Eylem Demir Sentürk

Eylem Demir Sentürk

Name: Eylem Demir Sentürk
Alter: 42
Ausbildung: Als ursprünglich gelernte Bankkauffrau habe ich nach drei Jahren die Bankenwelt verlassen und im Jahre 2001 ins Pharma-Business umgestiegen. Meine entsprechenden Weiterbildungen absolvierte ich an der University of London (Management von Klinischen Studien) und an der Open University USA (Zulassungen der Medikamente in USA und Europa).
An der University of Liverpool habe ich schlussendlich angewandte Psychologie studiert und mein Master erlangt. Zurzeit abbsolviere ich weiterführende Studien an der Harvard University (the Science of Learning und Family Engagement in academic success of children).
Beruf: Bankkauffachfrau und Psychologische Beraterin.

Zivilstand: verheiratet

Kinder: 2 Kinder. Meine Tochter ist 7 Jahre alt und mein Sohn 9 Jahre alt.

Freizeit/Hobbies: Meine Freizeit verbringe ich meistens mit meinen Kindern und meinem Mann in der Natur.
Mit grosser Freude erfinden wir spannende und lustige Geschichten um Ängste/Sorgen los zu werden und Neugierde sowie Lebensfreude aufrecht zu erhalten. Ich lese unheimlich gerne und lese bis zu 5 Bücher gleichzeitig in 3 Sprachen (Deutsch, Englisch und Türkisch).

Mitgliedschaften /Engagements:
➢ Parent Coach @ Bayer.
➢ Coaching MSc & PhD Studenten, Jugendliche und Frauen in der Karriereplanung
➢ Konfliktmanagement zwischen Eltern und Kindern
➢ Helfe Kindern wie sie am einfachsten lernen können

Stärken: Menschen helfen, eigene Stärken zu finden und zu entwickeln, sie dazu motivieren und unterstützen, ihre Träume zu verwirklichen. Menschen zueinander führen. Mit meiner Empathie und positiver Geisteshaltung eine positive Atmosphäre erschaffen, in dem sich Menschen vertraut und wohl fühlen.

Sternzeichen: Krebs & Waage (Geboren als Krebs am 4. Juli 1977, eingetragen als Waage am 15. Oktober 1977). Geboren in einem Land, in welchem Frauen wertlos sind. So war meine Geburt auch «wertlos» und wurde erst in Oktober an einem X-beliebigen Tag registriert.

Passion: Menschen dazu verhelfen, im Geschäfts- und Privatleben weiter zu kommen, um das Leben zu leben, was sie sich erträumen.

Lebensmotto: Never give up, take a step and impact your destiny.

Fragen

1. Was war deinen ersten Job?
Mein erster Job hatte ich mit 7 Jahren in der Türkei.
Um meine Schulkosten zu decken, verkaufte ich unter der Woche gelesene Zeitungen dem Bäcker und gebrauchte Plastik Säcke dem Gemüsehändler. Am Wochenende verkaufte ich selbstgemachte Eisblöcke in Restaurants.

2. Wie viel hast du damals verdient und wann war das? 
Mit dem Verkauf von Zeitungen und Plastiktaschen verdiente ich 1 Türkisches Lira (CHF 0.18.-). Am Eisverkauf verdiente ich 5 TL (CHF 0.88.-). Das war im Jahre 1984.

3. Hattest du als Kind einen Traumberuf?
Mit 5 Jahren fragte mich mein Onkel, was ich wohl werden möchte, wenn ich einmal gross bin. Ich antwortete, dass ich den Wunsch habe, auf der Bühne zu stehen. Er fragte mich, ob ich Sängerin werden möchte. Ich antwortete drauf «Nein Onkel, ich möchte eine Rednerin werden und zu den Frauen reden, Ihnen Mut machen und Sie motivieren». Mein Traum wird bald in Erfüllung gehen. Da bin ich mir sicher.

4. Welchen Stellenwert hat deine Arbeit heute für dich?
Meine Arbeit ist ein Weg, Menschen zu helfen, zu inspirieren, zu motivieren und voranzutreiben.

5. Was genau machst du beruflich?
Einerseits bin ich bei Bayer Consumer Care AG in Basel in der Zulassungsabteilung als Gruppenleiterin tätig, und führe ein Internationales Team. Anderseits bin ich als Psychologische Beraterin tätig.

6. Wie genau bist du zu diesem Job gekommen?
Vor Bayer war ich bei 3.5 Jahre lang bei Novartis Pharma AG in Basel tätig. Eines Tages sendete eine Arbeitskollegin von mir eine Stellenanzeige der Firma Bayer und sagte «Eylem, Du wärest die perfekte Kandidatin für diese Stelle, Du musst Dich unbedingt bewerben»
Ich sah es mir an, sprach mit dem Talent Manager bei Bayer, welcher ein alter Arbeitskollege von mir war. In der gleichen Woche wurde ich zum Interview eingeladen. Eine Woche später unterschrieb ich den Vertrag.

7. Bist du mit deinem Beruf glücklich?
Sehr!

8. Welche Aufgaben in deinem Job machen Dich glücklich?
Ich bin «Geber» und «Helfer». Deswegen macht es mich als Team Leader am glücklichsten, wenn ich meinen Mitarbeitern helfen kann, sich mit ihren individuellen Stärken zu identifizieren, Ihnen die Möglichkeiten anzubieten, wo Sie ihre Stärken anwenden und somit innerhalb der Firma auf der persönlicher Ebene - als auch im Bezug der Karriere - wachsen können.

9. Wie findest du Balance zwischen Beruf und Freizeit?
Ich habe mir zum Ziel gesetzt, nur noch mit Vorgesetzten mit hoher Emotionale Intelligenz (EI) zusammen zu arbeiten. Diese Entscheidung treffe ich bewusst während den Interviews. In den letzten 20 Jahren hatte ich einige Vorgesetzten mit tiefem EI und weiss darum genau, wie das innere Gleichgewicht und die innere Ruhe gestört werden kann. Egal wie stark man ist und was man alles versucht (offene Gespräche, Meditation, Sport etc.). Ein Vorgesetzter mit hoher EI fokussiert sich auf die Stärken des Mitarbeiters und fördert sie. Jemand der gefördert wird, ist automatisch im Gleichgewicht. Bei Bayer habe ich einen tollen Vorgesetzten. Deswegen lebe ich bewusst eine sehr ausgeglichene Life Work Balance .

10. Hattest du in deiner Karriere eine Person, die dich stark gefördert hat? Wenn ja, was hat diese Person für dich gemacht und wer ist das?
Nach 3 Jahren in der Bankenwelt wollte ich mich einer Arbeit widmen, in welcher ich mit meiner Arbeit eine positive Wirkung auf Menschen habe. Ich fing bei Actelion in der Zulassungsabteilung als Abteilungsassisstentin an. Schnell wurden meine positive Art und Zielstrebigkeit von einer der damaligen Gruppenleiterinnen, Catarina Edfjäll erkannt, und ich bin zum «Regulatory Manager» befördert. Als sie nach einiger Zeit zu Celgene als Abteilungsleiterin wechselte, offerierte sie mir, in ihrer Abteilung ein Team aufzubauen, und dies zu leiten. So wechselte ich zu Celgene und baute ein Team von 8 Mitarbeitern auf, und leitete das Team für mehrere Jahre.

11. Hast du heute berufliche Ziele?
Ich habe mehrere Ziele:
1. Anzahl der weiblichen Führungskräfte in der Schweiz zu erhöhen.
2. Mit Sponsoring „Women to Success“ ein Plattform aufzubauen. Hier reichen sich Berufsfrauen gegenseitig die Hand und unterstützen einander in der Karriere.
3. «Women on Stage» weltbekannt zu machen.

12. Bereust du beruflich etwas?
Ich bin für alle bisherigen beruflichen Herausforderungen dankbar; all meine gemeisterten Herausforderungen haben mir den Raum erschaffen, persönlich zu wachsen.

13. Hattest du auch Niederlagen? Wie bist du damit umgegangen?

Mit 12 Jahren kam ich als Flüchtling in die Schweiz. 7 Jahre lang lebte ich in Angst, ausgewiesen zu werden. Während dieser Zeit wurde mir der Eintritt zum Gymnasium verweigert, da ich nicht Schweizerin war. Als ich an der Uni Basel studieren wollte, wurde ich nicht aufgenommen, weil ich Asylantin war. Später im Berufswelt wurde ich 2-mal von jeweiligen männlichen Vorgesetzten gemobbt; sie fühlten sich von der starken Präsenz einer Frau bedroht.

In der Schule, an der Arbeit und in der Gesellschaft gab es immer wieder Menschen die von mir erwarteten, dass ich mich klein mache, mich verstelle, mich verbiege und „hinter dem Mann zu stellen habe“. Doch dies tat ich nicht. Ich stand zu mir, hörte auf meine Intuition, fokussierte mich auf meine Träume, arbeitete hart, bildete mich ständig weiter, blieb positiv, fiel nie in die Opferrolle und baute ein starkes, internationales „Herzens-Netzwerk“ auf. 

14. Welchen Rat gibts du heute an jungen Frauen?

Betrachte jede Herausforderung als eine Möglichkeit deine Widerstandsfähigkeit (Resilienz) zu stärken und dein Leben in etwas Positiveres umzuwandeln.

Über deine Firma

Name der Firma: Women on Stage
Position: Founder & CEO
Angebot der Firma: Als Organisationen und Führungskräfte jahrelang untersuchten, warum Frauen es nicht bis an die Spitze schafften, tauchte immer wieder die gleiche Barriere auf – „mangelndes Mentoring“. Doch, warum hat sich das Blatt nach so viel Konzentration auf „Mentoring“ noch nicht gewendet? Jüngste Berufsforschung zeigt, dass die berufliche Beziehung im Form von Sponsoring einflussreicher und spezifischer ist, als die des Mentorings. Sponsoring ist gleichbedeutend mit „Macht“; stellen Sie sich vor, was „positive Macht“ für Sie tun kann, wenn Sie an die richtige Quelle angeschlossen sind!

Seit Jahrzehnten profitieren Männer von Sponsoring, um ihre Karriere voranzutreiben. Warum also nicht Frauen? Sponsoring ist eine aktive Unterstützung durch Jemanden (Sponsor), der erheblichen Einfluss auf Entscheidungsprozesse in einer Unternehmung hat, und sich für den beruflichen Aufstieg eines Einzelnen einsetzt.

Women on Stage (www.womenonstage.ch) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Zahl der weiblichen Führungskräfte in der Schweiz zu erhöhen.

Women on Stage bietet:
Sponsoring Women to Success: Begleitetes Karriereförderprogramm, das Frauen mit Sponsoren aus verschiedenen Branchen vernetzt.

Kunden: 
➢ Alle berufstätige Frauen
➢ Studierende
➢ Wiedereinsteigerinnen

Partnerschaften: Partnerschaften sind in Verhandlungen. Interessenten sind willkommen.
Webseite im Aufbau: www.womenonstage.ch

 

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