logo businessfrau2

Schluss mit dem Tabu!

businessfrau isay produkt

Rund 75 % aller Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben von einer Vaginalinfektion betroffen, Auslöser ist häufig Stress. Gynäkologe Dr. med. Lucien Csizy-Botond klärt im Interview über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten auf.

Sie sind Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Wie häufig begegnet Ihnen das Krankheitsbild Vaginalinfektion in Ihrem Berufsalltag?
Vaginalinfektionen sind in der heutigen Zeit sehr häufig. Dies ist in Verbindung den vielfältigen Anforderungen an das weibliche Geschlecht zu sehen. Kinder, Küche und Herd sind heute partnerschaftlich geteilte Aufgaben. Der berufliche Stress, in Kombination mit dem Familienmanagement und den eigenen Ansprüchen an den Lifestyle (Sport, Wellness, Beauty) führt zu einer permanenten Stressbelastung. So ist nachzuvollziehen, dass täglich mindestens zwei Patientinnen mit einem Vaginalinfekt in unserer Praxis vorstellig sind.

Während man über Harnwegsinfekte offen spricht, werden Vaginalinfektionen nach wie vor weitgehend tabuisiert. Warum wäre mehr Offenheit Ihrer Meinung nach wichtig?
Vaginalinfektionen sind feinste Detektoren für das Wohlbefinden der Frau und können auf gesundheitliche Probleme hinweisen, vor allem wenn sie gehäuft auftreten. Zum Beispiel haben Frauen mit einer Zuckerkrankheit oder einer immunologischen Erkrankung vermehrte Infektionen. Beim Arztgespräch können solche Erkrankungen bei sich wiederholenden Infektionen entdeckt werden.

iSay ExperteWer ist vor allem betroffen?
Vaginalinfektionen kommen in allen Lebensjahrzehnten der Frau vor. Als Teenager spielt die aufkeimende Sexualität und in der Schwangerschaft das hormonelle Ungleichgewicht eine Rolle. Nicht korrekte Intimpflege und auch die Intimrasur ermöglichen einen rascheren Zugang für Bakterien und Pilze in die Vagina. In der Menopause ist der lokale Hormonmangel (Oestrogene) in der Vagina infektionsfördernd.

Welche Rolle spielt Stress?
Wie oben erwähnt, kann sich die moderne Frau der Stressexposition in der heutigen Gesellschaft kaum entziehen. Die dabei entstehenden Immunmechanismen reduzieren die schützende Milchsäurepolizei in der Vagina, so dass sich Infektionen ungehindert ausbreiten können.

Wie werden Vaginalinfektionen diagnostiziert?
Wenn Sie beim Verdacht auf eine Vaginalinfektion Ihren Gynäkologen aufsuchen, so wird dieser wahrscheinlich einen Abstrich machen und diesen unter dem Mikroskop analysieren. Alternativ ist es mittlerweile möglich zuhause einen Self-Test durchzuführen. Z.B. der Self-Test Vainal-Infektionen von i say: testet das Vorhandensein von Antigenen im Urin. Der Test kann bakterielle und Pilzinfektionen unterscheiden.

Wie kann man Vaginalinfektionen vorbeugen?
Ein altes Mittel ist die prophylaktische Anwendung vaginaler Desinfektionstabletten oder gar von Pilzmedikamenten nach dem Baden oder Beischlaf. Äusserst wirksam und dem alternativmedizinischen phytotherapeutischen Zeitgeist entsprechen die Anwendung von Cranberry- oder Lactobazillenprodukten und Vitamin C. Ich setzte bei meinen Patientin auf eine Primärprophylaxe v.a. beim Baden. Die Applikation von Melkfett auf den Vaginaleingang und die Harnröhre stellt einen wirksamen Schutz gegen Bakterien und Pilze dar. Generell gilt es die Vaginalflora gesund zu erhalten und für genügend Feuchtigkeit zu sorgen bspw. mit dem i say: Vaginale Trockenheit Gels.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

 

white

white