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Frauen in Männerdomänen

Businessfrau Männerjob

Handwerkerinnen, Ingenieurinnen, Logistikerinnen - eigentlich ist an diesen Bezeichnungen nichts ungewöhnlich. Andererseits doch eine Menge. Denn Frauen, die in solch männerdominierten Berufen arbeiten, sind bislang in der Minderheit. Doch langsam scheint das Thema "Gender Equality" an Fahrt aufzunehmen, denn gemäss einer weltweiten Studie des sozialen Netzwerkes Linkedin trauen sich langsam, aber sicher immer mehr Frauen an traditionelle Männerberufe heran.

Entwicklungen noch ausbaufähig

Besonders die sogenannten "MINT-Bereiche" scheinen langsam an Attraktivität zu gewinnen. Das bedeutet: In Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik starten immer mehr Frauen durch. Doch auch wenn sich diese Entwicklung zunächst einmal gut anhören mag, ist sie in Zahlen ausgedrückt immer noch ernüchternd.

So zeigt diese aktuelle Infografik von Statista, wie niedrig der Frauenanteil in bekannten Tech-Unternehmen bislang noch immer ist. In manch anderen Berufen ist das Bild noch eindeutiger: So herrscht beispielsweise im Bereich der Heizungs- und Sanitärtechnik eine Männerquote von 99 Prozent. Arbeitsmarktexperten sehen die Entwicklung dennoch positiv und berufen sich darauf, dass solche Entwicklungen Zeit brauchen.

Vorurteile fest verankert

Doch woran genau liegt es, dass es in manchen Berufen einen besonders hohen Männeranteil gibt? Unter anderem scheinen fest verankerte Vorurteile zu den Prozentzahlen beizutragen. Zwar sind die meisten Frauen Männern körperlich de facto unterlegen und können beispielsweise nicht so schwer heben. Doch dank technischer Weiterentwicklungen ist Muskelkraft nur noch in den wenigsten Branchen von Nöten. So gehören mittlerweile beispielsweise Hubwagen zur Grundausstattung eines jeden Logistikunternehmens. Statten die Unternehmen ihre Flotte mit entsprechenden Gerätschaften aus, können auch Frauen mit minimaler Kraftanstrengung schwere Paletten transportieren. An mangelnder Muskelkraft kann es folglich nicht liegen, dass Frauen handwerkliche Berufe bislang verschmähen.

Denn auch Vorbehalte innerhalb der Familie und des Freundeskreises können dafür sorgen, dass Frauen männerdominierte Berufe meiden und klassische Frauenberufe bevorzugen. So entscheiden sich bislang immer noch die meisten Frauen für Berufe im Gesundheits-und Sozialwesen, für Erziehungsberufe oder Tätigkeiten im öffentlichen Dienst.

Mut kann sich auszahlen

Frauen, die Interessen an einem Männerberuf haben, sollten sich jedoch von Vorurteilen nicht abhalten lassen. Vielmehr sollte die Devise "Einfach machen" lauten. Ob durch ein Praktikum oder einen Schnuppertag - wenn Sie ein interessantes Unternehmen ins Auge gefasst haben, sollten Sie jede Möglichkeit nutzen, die Arbeit und das Betriebsklima kennenzulernen. Seit der vor kurzem beschlossenen Frauenquote können Damen auch guter Hoffnung sein, vom Betrieb ausgewählt zu werden.

Bislang weist die Schweiz diesbezüglich jedoch grossen Nachholbedarf auf. So liegt beispielsweise der Frauenanteil in Führungspositionen bei lediglich sieben Prozent. Höchste Zeit also, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Wenn Sie Interesse an einem männerdominierten Beruf haben, sollten Sie sich nicht scheuen, als mutiges Vorbild voranzuschreiten: Es werden Ihnen sicherlich weitere Frauen folgen.

Bildquelle: Bildrechte: Flickr 180228-Z-FD650-1011.jpg California National Guard CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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