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Soziale Kompetenzen für Führungskräfte

Soziale Kompetenz

"Wenn Sie sich als Frau in der freien Wirtschaft durchsetzen wollen, müssen Sie bereit sein Ihre Ziele kompromisslos zu verfolgen - das Berufsleben ist kein Ponyhof und wer versucht es jedem Recht zu machen wird nicht weit kommen."

Dieser und ähnliche Ratschläge, was Durchsetzungsfähigkeit und kompromissloses Handeln im Job angeht, war eine Zeit lang in vielen einschlägigen Business-Ratgebern zu lesen. Frauen, so hiess es, müssten ihre Krallen besonders weit ausfahren um sich gegen ihre überwiegen männlichen Konkurrenten behaupten zu können. Die seien schliesslich auch nicht zimperlich wenn es darum geht, die eigene Karriere voranzutreiben.

Der autoritäre Führungsstil ist nicht mehr zeitgemäss

Falls Sie jetzt entsetzt sind und sich wundern, warum Sie selbst sich eine leitende Position erarbeiten konnten, obwohl Sie Ihren Mitarbeitern das Du angeboten haben, Wert auf flache Hierarchien legen und versuchen, für jeden sofort wie möglich ein freundliches Wort übrig zu haben, dann seien Sie unbesorgt: Die Ansicht, nur eiskalte Karrierefrauen könnten sich langfristig im Job etablieren, ist völlig veraltet. Moderne Führungskräfte lernen heute in entsprechenden Seminaren, wie wichtig soziale Kompetenzen und ein liberaler Führungsstil sind. Und das gilt natürlich auch für Männer. In diesem Zusammenhang spielt der ressourcenorientierte Ansatz eine grosse Rolle. Es geht nicht darum, als Einzelkämpferin erfolgreich zu sein. Viel erfolgsversprechender ist es, gemeinsam mit den Mitarbeitern an einem Strang zu ziehen und damit für das Unternehmen das Beste zu erreichen was möglich ist.

Setzen Sie bei den Stärken Ihres Teams an

Jedes Mitglied in einem Team hat spezifische Stärken und Schwächen. Es gilt, das Potenzial des Einzelnen zu nutzen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Ein einfaches Beispiel: Frau M. ist ein schüchterner und zurückhaltender Mensch, kann aber sehr gut Texte formulieren und ist kreativ wenn es darum geht, unkonventionelle Lösungen zu finden. Ein Chef, der von Empathie und der Bedeutung sozialer Kompetenzen noch nie etwas gehört hat würde die Schwächen von Frau M. in den Fokus rücken und Sie beispielsweise dazu nötigen, ein Rhetorik-Seminar zu besuchen, damit sie endlich ihre Schüchternheit überwindet und lernt, vor einer grossen Gruppe zu sprechen. Frau M. würde sich wahrscheinlich sehr unter Druck gesetzt fühlen, Ängste entwickeln und möglicherweise nicht mehr gerne zur Arbeit erscheinen. Ihre Arbeitsergebnisse würden unter dieser Situation leiden. Besser wäre es, wenn der Chef Frau M. akzeptiert wie sie ist und sich stattdessen auf die Kompetenzen konzentrieren würde, welche sie mitbringt. Frau M. könnte Werbetexte für das Unternehmen formulieren und in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Das Reden darf sie anderen überlassen, die diese Aufgabe gerne übernehmen.

Loben Sie gut Leistungen und geben Sie konstruktives Feedback

Soziale Kompetenzen beinhalten also, sich in andere hineinversetzen zu können und vor allem deren Stärken zu nutzen. Wichtige Methoden in diesem Zusammenhang sind der Einsatz von Lob und konstruktiver Kritik sowie die Einführung einer Feedback-Kultur. Auch Partizipation und Transparenz sind wichtig: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter Ideen einbringen können und schotten Sie sich als Chefin nicht ab. Um Teamprozesse steuern zu können sollten Sie darauf achten, dass eine positive Arbeitsatmosphäre herrscht. Nur so kommen Ihre Kollegen gerne zur Arbeit und sind in der Lage, ihre Leistungen anzurufen und gute Arbeitsergebnisse abzuliefern.

Bildquelle: Unsplash / pixabay.com

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