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Probezeit - was gilt es zu beachten?

businessfrau Probezeit Arbeitsplatz

"Ich habe ein wenig Angst vor der Probezeit - hoffentlich kann ich die Erwartungen meiner Vorgesetzten erfüllen und erhalte dann einen festen Arbeitsvertrag."
Gerade Berufsanfängerinnen haben häufig ein mulmiges Gefühl, wenn sie an die Probezeit denken. Aber auch, wenn Sie bereits viele Jahre im Beruf stehen, sich aber dazu entscheiden einen neuen Job anzunehmen, müssen Sie sich in der ersten Zeit bewähren und Ihren Chef davon überzeugen, dass Sie die Richtige für die Stelle sind. Aber auch für Sie hat die Probezeit Vorteile, denn Sie haben nur eine kurze Kündigungsfrist, wenn es zu Problemen kommen sollte oder wenn Sie feststellen, dass Sie sich von der Stelle doch mehr versprochen hatten. Details über Umfang und Konditionen der Probezeit sind in der Regel im Arbeitsvertrag festgelegt - allerdings nicht immer.

In der Regel beträgt die Probezeit in der Schweiz vier Wochen

In jedem europäischen Land gelten eigene Gesetze im Hinblick auf die Probezeit. Steht in Ihrem Arbeitsvertrag nichts darüber, beträgt die Probezeit automatisch vier Wochen. Innerhalb dieser vier Wochen beträgt die Kündigungsfrist für beide Seiten, also für Sie und für Ihren Arbeitgeber, sieben Tage. Es kann aber auch ausdrücklich keine Probezeit vereinbart werden - wenn Sie diese Regelung mit Ihrem Chef getroffen haben, sollte diese aber auf jeden Fall schriftlich im Vertrag festgehalten werden. Maximal darf die Probezeit in den einzelnen Kantonen der Schweiz drei Monate betragen. Damit ist die Schweiz im europäischen Vergleich relativ arbeitnehmerfreundlich - in Deutschland ist eine Probezeit von sechs Monaten eher die Regel als die Ausnahme.

Kündigt Ihr Chef Ihnen kurz vor Ende der Probezeit, werden Sie auf jeden Fall noch sieben weitere Tage lang bezahlt. Leider greift aber der Kündigungsschutz für Schwangere nicht während der Probezeit - Sie können von Ihrem Arbeitgeber während dieser Phase ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Setzen Sie sich trotz Probezeit nicht zu sehr unter Druck

Ein Monat Probezeit: Der ist schnell vorbei und dann können Sie nicht mehr ohne Grund entlassen werden. Daher sollten Sie sich nicht verunsichern lassen und es vor allem nicht persönlich nehmen, wenn in Ihrem Vertrag eine Probezeit vorgesehen ist. Jeder Arbeitgeber weiss, dass Sie nach einem Monat im neuen Job noch keine Höchstleistungen bringen können. Experten sind sich relativ einig, dass die Einarbeitungsphase im Durchschnitt drei bis neun Monate. Während dieser Zeit machen Sie sich mit den wichtigsten Arbeitsabläufen vertraut, lernen das Unternehmen und Ihre Kollegen kennen. Wichtig ist, dass Sie einen Ansprechpartner zur Seite gestellt bekommen, an den Sie sich bei Fragen und Problemen wenden können. Nur so können Sie sich schnell einarbeiten und Ihren Job erwartungsgemäss erledigen.

Tipp: Zeigen Sie Engagement und Ehrgeiz

Während der Probezeit sollten Sie zeigen, dass Sie Spass und Interesse an Ihrem Job haben. Stellen Sie Fragen und versuchen Sie Gelegenheiten zu erkennen, sich einzubringen und Ideen zu äussern. Wenn Sie dann noch kollegial und hilfsbereit auftreten, haben Sie schnell bei den Kollegen einen Stein im Brett.

Bildquelle: tpsdave / pixabay.com

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