logo businessfrau2

Wann beginnt das Mobbing?

Mobbing Karriere

Die Erfahrung zeigt, dass Männer meist ganz anders mit Unstimmigkeiten oder mit Auseinandersetzungen umgehen. Da kann es zwar durchaus auch mal zu lautstarken Wortwechseln kommen, aber meist ist die Angelegenheit schon nach relativ kurzer Zeit bereinigt. Bei Frauen ist das anders. Nicht umsonst ist in dieser Hinsicht häufig vom so genannten "Zickenkrieg" die Rede. In der Tat gehen Frauen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht verstehen, völlig anders mit Streitigkeiten um. Da darf es gerne auch mal heimtückisch und hinterhältig sein. Allerdings kommt es diesbezüglich stets auch auf den Charakter der betroffenen Damen an...

Unter Frauen regelt man vieles anders

Wer als Frau eine möglichst erfolgsorientierte Karriere anstrebt, ist im beruflichen Alltag meist den unterschiedlichsten Herausforderungen ausgesetzt. Aber auch als einfache Angestellte hat es so manche Frau nicht immer leicht in ihrem Arbeitsumfeld. So nimmt das Thema Mobbing im Arbeitsumfeld gerade auch in der weiten Welt der weiblichen Arbeitnehmer einen hohen Stellenwert ein.

Die Auslöser dafür, dass eine Frau gemobbt wird, können unterschiedlichster Art sein. Oft spielen Neid oder Missgunst eine Rolle, oder auch persönliche Differenzen können die Basis für Mobbing im Arbeitsumfeld sein. Dabei ist Fakt, dass Mobbing an sich oft ein schleichender Prozess ist. Dahingegen kommt es vergleichsweise selten vor, dass Frauen "öffentlich" gehetzt, beleidigt, beschimpft oder hintergangen werden.

Kreativität zu Lasten anderer

Häufig gehen Mobbing-Attacken gegenüber einer Frau auf subtile Weise vonstatten. So kann es zum Beispiel sein, dass eine unbeliebte Kollegin nicht zum Geburtstag einer anderen Mitarbeiterin eingeladen wird oder sie wird bei wichtigen Aufgaben übergangen, es verschwinden plötzlich von ihr bearbeitete Akten oder es wurden heimliche Veränderungen an bearbeiteten Ordnern, Dateien oder sonstigen Arbeiten durchgeführt. Der "Kreativität" der mobbenden Kollegen oder auch so mancher Vorgesetzter sind in diesem Zusammenhang leider so gut wie keine Limits gesetzt.

Nicht immer ist auf Anhieb zu erkennen, ob man bzw. frau gemobbt wird. Erst wenn sich gewisse Vorfälle häufen oder die betroffene Mitarbeiterin spürbar auch von anderen gemieden wird, kann erst eindeutig von Mobbing gesprochen werden.

In Anbetracht der Tatsache, dass Frauen

  • meist recht harmoniebedürftig sind
  • nicht immer in der Lage sind, die Dinge direkt anzusprechen
  • sich lange vieles gefallen lassen und
  • aufgrund familiärer Gegebenheiten auf die berufliche Tätigkeit angewiesen

sind, ist das Mobbing-Risiko im Gegensatz zu männlichen Arbeitnehmern vergleichsweise hoch. Das Problem: Es ist erfahrungsgemäss meist ungemein schwierig, effizient gegen Mobbing bzw. gegen mobbende Kollegen anzugehen. Denn Fakt ist, dass Mobbing - auf welche Weise auch immer - in der Regel heimlich, subtil und auf versteckte Art und Weise durchgeführt werden kann. Mobbern gelingt es meist über einen längeren Zeitraum hinweg, unerkannt zu bleiben oder die Mobbing-Attacken zumindest gegenüber Vorgesetzten geheim zu halten.

Oft sind die Hände gebunden

Sicherlich bietet es sich aus der Sicht betroffener Frauen an, eine Vertrauensperson im Unternehmen zu Rate zu ziehen und über die Machenschaften in Kenntnis zu setzen. Allerdings ist dies nicht immer möglich. Auch den oder die Vorgesetzten mit "ins Boot zu holen", erweist sich mitunter als schwierig. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn diese für die Mobbingattacken verantwortlich oder daran nicht gänzlich unbeteiligt sind.

Wer gar vor Gericht gehen und so gegen das Mobbing vorgehen will, sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass dieser Schritt die Karriere im Unternehmen erheblich erschweren kann. So erweist sich ein Wechsel in ein neues Arbeitsumfeld häufig als sinnvoll.

Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

 

white

white