logo businessfrau2

Von der Mitarbeiterin zur Führungskraft

Mitarbeiterin Fuehungskraft

"Herzlichen Glückwunsch! Ich darf Ihnen im Namen der gesamten Abteilung zu Ihrer Beförderung gratulieren. Ab jetzt sind Sie für die Mitarbeiterführung verantwortlich und nehmen regelmässig an Meetings mit der Geschäftsführung teil."

Auch wenn eine Beförderung in der Regel nicht völlig unerwartet kommt (wahrscheinlich haben Sie sich beworben, eine Fortbildung absolviert oder zumindest mit Ihrem Chef darüber gesprochen), so bringt dieser Karriereanschub doch einige Veränderungen mit sich was Ihre Rolle innerhalb des Unternehmens angeht. Gestern noch waren Sie eine Mitarbeiterin von vielen, heute tragen Sie Führungsverantwortung, müssen sich gegenüber anderen behaupten und Ihr Tun möglicherweise häufiger rechtfertigen. Dieser Perspektivenwechsel ist nicht immer so leicht zu verkraften - gerade dann nicht, wenn Sie mit vielen Ihrer Kollegen eine Freundschaft verbindet.

Bereiten Sie sich innerlich auf Ihre neue Rolle vor

Wenn sich die eigene Rolle innerhalb des Unternehmens ändert, so ist das nicht immer leicht zu verarbeiten. Vermutlich werden Sie sich diesen Schritt gut überlegt haben, wahrscheinlich erhoffen Sie sich mehr Einfluss und Gestaltungsfreiraum, ein höheres Gehalt und bessere Aufstiegschancen. Das sind gute Argumente um sich beruflich weiterzuentwickeln und sich intern auf besser bezahlte Positionen mit mehr Verantwortung zu bewerben. Wichtig ist jedoch, dass Sie selbst und auch Kollegen, die Ihnen besonders am Herzen liegen, auf die Veränderung vorbereiten.

Natürlich sollten Sie weiterhin Sie selbst bleiben: Wenn Sie mit einigen Ihrer Kollegen privat befreundet sind, so ist es selbstverständlich nicht notwendig sich von ihnen zu distanzieren und wieder zum unpersönlichen "Sie" zurückzukehren. Aber vielleicht wird es nicht mehr möglich sein gemeinsam im Flur über die Affären des Chefs oder den seltsamen Modegeschmack der eher unbeliebten Kollegin aus Abteilung 3 zu tratschen. Sie müssen sich bewusst sein, dass Sie nun mehr Verantwortung tragen und wahrscheinlich auch einer gewissen Vorbildfunktion gerecht werden müssen. Das ist gar nicht so einfach.

Zeigen Sie sich offen, gesprächs- und kompromissbereit

Spielen Sie daher mit offenen Karten und erklären Sie Ihren Kollegen, was diese nun von Ihnen erwarten können und was sich möglicherweise ändert. Sie dürfen ruhig zugeben, dass auch Sie selbst erst in Ihre neue Rolle hineinwachsen müssen - das ist menschlich und ganz normal. Zeigen Sie sich weiterhin offen, interessiert und hilfsbereit und nehmen Sie die Anliegen Ihrer Mitarbeiter ernst. Loben Sie gute Leistungen und betonen Sie, wie wichtig Ihnen die Arbeit im Team ist. So schaffen Sie von Anfang an ein gutes, vertrauensvolles Arbeitsklima und alle wissen woran sie mit Ihnen als Vorgesetzte sind.
Wichtig: Trotzdem sollten Sie sich darauf einstellen auch hin und wieder unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen. Eine Chefin kann es nicht immer allen Mitarbeitern Recht machen, sie muss das Funktionieren der gesamten Firma im Blick haben und viele Faktoren bei ihren Entscheidungen berücksichtigen.

Tipp: Mit Neidern gelassen umgehen

Es wird immer Menschen geben die Ihnen Ihren Erfolg neiden und versuchen Ihnen Steine in den Weg zu legen. Gewöhnen Sie sich daran und nehmen Sie es nicht persönlich!

Bildquelle: Unsplash / pixabay.com