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Buchveröffentlichung im Selbstverlag

Buch Selbstverlag Business

"Ein Verstand braucht Bücher, wie ein Schwert den Schleifstein." (George R. R. Martin) - Lesen bildet und formt den Verstand. Und dem Lesen geht das Schreiben voraus. Junge, unerfahrene Autorinnen haben es allerdings nicht immer leicht, ihre Werke an den Leser zu bringen. Die etablierten Verlage versprechen zwar eine grosse Reichweite; bei einem von ihnen unter Vertrag zu kommen, ist allerdings für einen Newcomer nicht ganz einfach. Eine Alternative kann die Veröffentlichung im Selbstverlag sein.

Gute Gründe für den Selbstverlag

Es gibt viele Gründe dafür, sein Buch im Selbstverlag zu veröffentlichen. So nutzen Autorinnen, die mit ihrem Manuskript keinen Verlag überzeugen konnten, diese Möglichkeit gerne als zweite Chance. Andere entscheiden sich bewusst dafür, weil sie die volle Kontrolle über Inhalt, Gestaltung und Vermarktung ihres Buches haben möchten. Diese Unabhängigkeit bedeutet zwar mehr Arbeit und eine höhere finanzielle Eigenleistung, verspricht aber bei Erfolg auch höhere Gewinne.

Im Selbstverlag sind auch Bücher mit geringem Umfang von unter 100 Seiten publizierbar. Gerade bei wissenschaftlichen Aufsätzen, aber auch im Kinderbuchbereich oder bei lyrischen Werken ist eine solche geringe Seitenzahl nicht selten.

Vom Manuskript zum verlegten Buch

Das Manuskript ist ein Rohdiamant in Papierform. Bis es als fertiges Buch potenziellen Lesern präsentiert werden kann, muss es einige Instanzen durchlaufen. Die erste - und eine der wichtigsten - ist das Lektorat. Diese Investition lohnt sich in jedem Fall, denn ein schlecht oder gar nicht lektoriertes Buch wird keinen Erfolg haben.

Bevor es schliesslich in den Druck geht, sind noch einige rechtliche Formalitäten in Bezug auf den Selbstverlag zu klären. So braucht der Verlag zunächst einen Namen - das kann der Autorenname oder ein Markenname sein. Anschliessend ist zu klären, welche Rechtsform der Verlag hat. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von der Höhe der Auflage oder davon, ob der Verlag auch Bücher anderer Autoren publiziert.

Vor der Veröffentlichung ist es auch ratsam zu prüfen, ob der Buchtitel womöglich bereits existiert. In der Schweiz ist ein Buchtitel automatisch mit der Veröffentlichung des Werkes geschützt; er darf demzufolge nicht mehr von jemand anderem verwendet werden. Anschliessend sollte eine ISBN bestellt und das Buch ins "Verzeichnis Lieferbarer Bücher" eingetragen werden. Dann ist es für jeden Buchhändler und Kaufinteressenten auffindbar.

Ist der Text schliesslich perfekt und sind alle Formalitäten erledigt, kann das Buch in den Druck gehen. Die Buchgestaltung kann man bei Online-Druckereien wie print24.com relativ einfach selbst vornehmen. Denn auch beim Druck sind einige Entscheidungen zu treffen: Soll es ein Hardcover oder Softcover werden? Welche Bindung ist geeignet? Welches Format soll das Buch haben? Nicht zuletzt sind bei der Gestaltung des Covers einige rechtliche Vorschriften zu beachten: Fotos, Bilder oder Grafiken müssen autorisiert sein, sonst droht eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung.

Mögliche Vertriebswege

Heutzutage ist es relativ einfach, sein Buch an den Leser zu bringen. Das Internet macht es möglich. Über grosse Online-Plattformen kann man ein im Selbstverlag publiziertes Buch kostengünstig anbieten, meist auch als E-Book. Im stationären Handel haben Selbstverleger hingegen kaum eine Chance. Dort kommt man in der Regel nur durch persönliche Gespräche mit den Händlern und aktives Networking weiter.

Einen Wettbewerbsvorteil geniessen Autorinnen, die bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad haben. Als Bloggerin mit hoher Reichweite ist das Marketing für ein eigenes Buch beinahe ein Selbstläufer.

Bildquelle: Flickr The Good Book - 125/365 Barney Moss CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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